Karottenfee

Küche, stressfreies Kochen

Gut geplant ist halb gekocht – so erstellst du einen Menüplan im Familienalltag

Kommt in deinem Familienalltag auch ständig die Frage auf, was es zu essen gibt? Und wann? Standst du schon öfter vor dem Kühlschrank und wusstest absolut nicht, was du aus dem Inhalt kochen sollst? Gehst du manchmal völlig planlos durch den Supermarkt und dann landet einfach irgendetwas im Einkaufswagen? Dann verrate ich dir jetzt etwas: damit bist du nicht allein!

Als ich bei meinen Eltern auszog, hat sich mein Speiseplan eher aus dem ergeben, was im Supermarkt völlig spontan in meinem Einkaufskorb landete. Mir ernsthafte Gedanken über meine Ernährung zu machen schien völlig unnötig. Und Kochen möchte ich das, was in meiner WG-Küche geschah, nun wirklich nicht nennen. So bin ich zwar über die Runden gekommen, aber Spaß hat mir das Ganze sicher nicht gemacht.

Wozu ist so ein Speiseplan überhaupt gut?

Auf den ersten Blick mag es mehr Arbeit sein einen Speiseplan für zu Hause erstellen. Und gerade am Anfang kann die Planung Zeit einnehmen. Doch eins verspreche ich dir: mit etwas Übung geht dir diese Art der Planung leicht von der Hand und du wirst die Vorteile lieben lernen!

1. Geld sparen: es ist ein Mythos, dass eine ausgewogene (pflanzenbasierte) Ernährung teuer sein muss. Gerade Gerichte mit Hülsenfrüchten und Vollkornnudeln sind schmackhaft, liefern viele Nährstoffe und sind super günstig!

2. weniger Lebensmittelmüll: der Speiseplan hilft nur die Lebensmittel zu kaufen, die wirklich gebraucht werden. Das spart langfristig eine Menge Ressourcen!

3. bewusste Ernährung: planst du möglichst nährstoffreiche Mahlzeiten ein, wirst du für diese einkaufen, sie kochen und dann eben auch essen. So kannst du einen großen Schritt zum Erhalt deiner G/esundheit beitragen!

In 4 Schritten zum Menüplan im Familienalltag

Einen Menüplan oder eben Speiseplan für die Familie zu erstellen muss gar nicht kompliziert und aufwendig sein. Mach dich zunächst einmal vom möglichen Druck frei jeden Abend etwas zu kochen, dass möglichst „fancy“ ist. Diesen Druck hatte ich mir tatsächlich einige Zeit selbst gemacht (mehrere 3-Gänge-Menüs innerhalb einer Woche waren zu der Zeit keine Seltenheit), bis ich merkte, dass unsere gemeinsamen Abendessen viel stressfreier sind, wenn ich häufiger etwas Einfaches koche. So war auch ich entspannt und konnte eine angenehme Atmosphäre am Tisch zaubern.  

Schritt 1

Wirf einen Blick in den Terminkalender. Welche Termine stehen an? Möchtest du für einen Tag vorkochen oder ein „Beste-Reste“-Essen mit einplanen? Merke dir diese Tage oder markiere sie direkt im Wochenplan.

Schritt 2

Wirf einen Blick in den Kühlschrank und in die anderen Vorräte. Müssen bestimmte Lebensmittel aufgebraucht werden? Dann vergiss nicht diese mit einzuplanen!

Schritt 3

Suche 5 – 7 Gerichte aus, die du bzw. ihr in der kommenden Woche essen wollt. Denk dabei nicht zu kompliziert! Pfannkuchen (aus Vollkornmehl) und mit etwas Obst ergeben bereits eine tolle Mahlzeit! Falls du es noch eine Spur einfacher haben möchtest, dann schau im Internet nach Wochenplänen, von denen du dich inspirieren lassen kannst.

Schritt 4

Schreib einen Einkaufszettel passend zu den Rezepten und wirf auch hier ggf. noch einen Blick in eure üblichen Vorräte. Sollten Vorräte, wie zum Beispiel Öl, Gewürze oder Mehl fehlen, landet natürlich auch diese Zutat auf dem Zettel.

Extratipp

Mit „Mottotagen“ lässt sich der Speiseplan noch einfacher gestalten. Das Erstellen benötigt (einmalig) ein wenig mehr Zeit, als die übliche Menüplanung, lohnt sich jedoch und sorgt für eine Menge Abwechslung. Du kannst den Wochentagen entweder fixe Mottos zuordnen oder das Ganze (so wie ich) flexibel gestalten und sieben „Kategorien“ überlegen, von denen du jeweils eine in die Woche einplanst. Um es dir noch einfacher zu machen, kannst du alle Familienmitglieder nach den Lieblingsessen der jeweiligen Kategorien befragen (vergiss dabei dich selbst nicht!) und schwupps hast du eine Liste mit vielen Lieblingsessen, die du jede Woche heran ziehen kannst.

Unsere Mottotage sehen übrigens so aus:

AbendBROTNudelnKartoffelnSalat als HauptspeiseSuppeReis„Joker“

Die Kategorie AbendBROT bedeutet für uns tatsächlich ein Abendessen mit Brot. Ich weiß, das dies in vielen Familien unüblich geworden ist. Doch wir genießen diese Mahlzeit immer besonders: mit frischem Brot vom Bäcker oder selbstgebackenem Brot, mit verschiedenen Aufstrichen, Beilagen und Gemüsesticks. Unser „Joker“ umfasst alle Gerichte, die in keine andere Kategorie passen. Also zum Beispiel: süße Hauptmahlzeiten wie Pfannkuchen oder Milchreis, beste Reste (vorkochen) oder eben geplante Bestellungen beim Lieferdienst.

1 Comment

  1. 15 Familiengerichte unter 5€ – Günstig kochen geht auch vegan! – Karottenfee

    Juni 23, 2021 at 9:21 am

    […] ich nicht jedes Mal neu überlegen und habe ganz nebenbei 15 Ideen für Rezepte, die mich bei der Menüplanung inspirieren […]

Leave a Reply