3 Dinge, die ich bei meiner Vorratschallenge gelernt habe

Die Challenge für mehr Ordnung im Vorratsschrank ist vorbei – was jetzt?

Kennst du den Ausdruck, dass Gegenstände und Produkte, die du eigentlich nicht nutzt „Lärm“ machen? So ging es mir mit meinem Vorrat. All die Lebensmittel, die sich in meinem Vorratsschrank eingeschlichen haben, ohne, dass ich sie regelmäßig nutzte, machten einen riesigen Lärm in meinem Kopf. Und prompt stellte sich Stress während des Kochens ein. Denn da waren die Gedanken nicht im Hier und Jetzt, sondern bei den Lebensmitteln, die ich mal zu viel gekauft, schlichtweg vergessen hatte oder geschenkt bekommen habe, ohne sie zu benötigen. All diese Produkte schwirrten im Kopf herum. Das Chaos musste beendet werden und ich machte im November eine Challenge. Doch was nehme ich aus der Vorratschallenge mit? Diese drei Dinge verrate ich dir jetzt!

Pinterest-Pin: 3 Dinge, die ich bei meiner Vorratschallenge gelernt habe

1. Ich kann und darf beim Kochen kreativ sein

Das Jahr hat bekannterweise 365 Tage. An den allermeisten koche ich selbst für meine Familie. Und auch wenn ich gern neue Rezepte ausprobiere, stellt sich mit der Zeit eine gewisse Routine ein. Ich weiß, was meine Familie mag und was eher nicht. Durch die Vorratschallenge jedoch habe ich eher unbeliebte Produkte auf neue Art verwendet und tadaaaa: alle mochten es. Ein Beispiel: wir hatten aus der Spargelsaison noch (fertige) vegane Sauce Hollandaise. Normalerweise bin ich die Einzige in der ganzen Familie, die an „das Zeug“, wie mein Mann es nennt, ran geht. Jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, wo ich einen Blumenkohlauflauf damit kreierte. Jetzt ist der Auflauf plötzlich ein Lieblingsessen – von allen hier.

2. Ich habe mehr Essen im Haus, als ich oft annehme

Wie oft stand ich schon vor dem Kühlschrank oder im Vorratsraum und habe gedacht, dass ich kein Abendessen mehr kochen könne, weil nichts mehr da ist. Aber das stimmt nicht! Es gibt so viele verschiedene Rezepte, die sich mit Lebensmitteln aus dem Vorrat zubereiten lassen. Im amerikanischen Sprachgebrauch sind es „pantry meals“ und du findest ca. eine Million verschiedener Rezepte. Ich selbst plane solche Rezepte schon länger gern mit in meinem Menüplan mit ein – falls sich etwas ändert, sind die benötigten Lebensmittel oft lange haltbar und nehmen mir es nicht übel, wenn ich sie erst in der kommenden Woche (oder noch später) verbrauche. (Falls du einen deutschen Begriff für solche Rezepte kennst, hinterlass mir gern einen Kommentar! Ich lerne gern dazu!)

3. Ich liebe und brauche Ordnung mehr als ich dachte

Vielleicht klingt es ein wenig merkwürdig, aber die Challenge hat sich aus dem Vorratsraum heraus in weitere Bereiche geschlichen. So habe ich unser Wohnzimmer ordentlich ausgemistet und neu sortiert, um mehr Raum zum Spielen und Entspannen zu schaffen. Es wirkte sofort viel ruhiger. Außerdem habe ich endlich meine Schreibtischordnung in Angriff genommen und auch im Kinderzimmer hat sich einiges getan. Durch die Challenge ist mir klar geworden, dass ich eine gewisse Ordnung mehr brauche, als mir vorher bewusst war. Es scheint zu stimmen, dass ungenutzter Kram Unruhe und Lärm verursacht – egal in welchem Lebensbereich. Und vielleicht schaffe ich eines Tages den Schritt zur minimalistischen Küche. Ich bin auf dem Weg, so lang er auch sein mag.

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